Rüstung: Helsing könnte bald 18 Milliarden Dollar wert sein
CA-1: Der unbemannte Kampfjet wird gerade von Helsing entwickelt. Foto: Helsing
Berlin. Das KI-Rüstungsunternehmen Helsing steht vor der größten Finanzierungsrunde eines deutschen Start-ups aller Zeiten. Die Firma verhandle gerade mit Investoren über eine Geldspritze in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar, erfuhr das Handelsblatt von Insidern. Zuvor hatte die „Financial Times“ (FT) unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertrauten Personen über die anstehende Runde berichtet. Damit würde die Bewertung auf 18 Milliarden Dollar steigen, was Helsing wieder zum wertvollsten deutschen Start-up machen würde. Die Pläne seien fortgeschritten, aber noch nicht finalisiert, hieß es.
Die neue Runde soll vom US-Investor Dragoneer angeführt werden, der auch an Firmen wie ChatGPT-Entwickler OpenAI und der Fahrdienstplattform Uber beteiligt ist, gemeinsam mit der Risikokapitalgesellschaft Lightspeed Venture Partners. Im Gegensatz zu Dragoneer ist Lightspeed schon länger an Helsing beteiligt. Weder Lightspeed noch Dragoneer noch andere Bestandsinvestoren wie General Catalyst waren zunächst für eine Stellungnahme erreichbar. Helsing wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Auch Bestandsinvestor Plural wollte nicht kommentieren.
Eine Runde in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar hat bis heute noch kein deutsches Start-up gestemmt. Zu den größten bisherigen Geldspritzen gehören die Eine-Milliarde-Dollar-Runde des Software-Start-ups Celonis 2021 und die 900 Millionen Dollar, die das Berliner Fintech N26 ebenfalls 2021 einsammelte. Auch in Europa dürfte Helsing mit einer solchen Runde in den Statistiken weit vorn landen. Allerdings hat das britische KI-Start-up Wayve in diesem Jahr schon 1,2 Milliarden Dollar bei Investoren eingesammelt.



