Großbritannien rüstet auf: Rheinmetall und KNDS erhalten Großauftrag
London bestellt mobile Artilleriesysteme bei deutschen Rüstungsherstellern. Die Produktion schafft hunderte Arbeitsplätze in Großbritannien und soll 2028 anlaufen.
Großbritannien hat ein umfangreiches Beschaffungsprogramm für moderne Feldartillerie ausgeschrieben. Den Zuschlag erhält das Gemeinschaftsunternehmen Artec, das sich als Kooperation der deutschen Unternehmen Rheinmetall und KNDS versteht. Die geplante Fertigung auf der Insel soll mehr als 500 Arbeitsplätze sichern und damit auch wirtschaftlich bedeutsam für die britische Rüstungsindustrie sein.
Die Produktion wird aufgeteilt: Während Rheinmetall die Waffensysteme selbst in der Midlands fertigt, übernimmt KNDS UK die Herstellung von Fahrgestell und Antriebsanlage im Nordwesten des Landes. Damit profitieren mehrere Industrieregionen von dem Großauftrag. Verteidigungsminister John Healey bewertete die Entscheidung als Gewinn für Streitkräfte und Wirtschaft gleichermaßen.
Die mobilen Geschütze verfügen über beachtliche technische Kapazitäten: Sie erreichen Zielentfernungen von bis zu 70 Kilometern und können sich mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern fortbewegen. Die ersten Fahrzeuge sollen 2028 an die britischen Streitkräfte übergeben werden.