Rund 40 Staaten fordern Öffnung der Straße von Hormus

Rund 40 Staaten fordern Öffnung der Straße von Hormus

Rund 40 Staaten haben Iran aufgefordert, die für die Weltwirtschaft bedeutende Straße von Hormus »sofort und bedingungslos« wieder für die Schifffahrt freizugeben. »Iran versucht, die Weltwirtschaft in der Straße von Hormus als Geisel zu nehmen«, erklärte die britische Außenministerin Yvette Cooper am Donnerstag zum Abschluss eines von Großbritannien geleiteten virtuellen Treffens zur Lage an der Meerenge. »Damit darf er sich nicht durchsetzen.«

Die Teilnehmer des Treffens forderten demnach, die »grundlegenden Prinzipien der Freiheit der Schifffahrt und des Seerechts« zu achten. Konkrete Beschlüsse fassten die Teilnehmer allerdings nicht.

Die Blockade der Straße von Hormus zwingt die Welt zum Umdenken. Gelingt der Sprung vom fossilen ins erneuerbare Zeitalter? 

Die Außenminister und Vertreter der beteiligten Länder diskutierten bei dem Treffen den Angaben zufolge mehrere Bereiche »möglicher gemeinsamer, koordinierter Maßnahmen«, wie Cooper weiter mitteilte. Dies könnte durch diplomatischen Druck etwa durch die Uno erfolgen, oder durch mögliche Sanktionen.

Italien sprach sich für einen »humanitären Korridor« für Düngemittel und andere humanitäre Güter aus, um eine Ernährungskrise zu vermeiden. Außenminister Antonio Tajani habe »die Notwendigkeit eines Prozesses im Rahmen der Uno« betont, teilte sein Ministerium mit. Den Angaben zufolge unterstützen auch Tajanis niederländischer Kollege und der stellvertretende Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate den Vorschlag.

Großbritanniens Regierungschef Keir Starmer hatte am Mittwoch erklärt, das Treffen diene dazu, alle »diplomatischen und politischen Maßnahmen zu prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen«. Die Wiedereröffnung der Meerenge werde »nicht einfach« sein. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die USA würden Ländern, die bei ihren Öllieferungen von der Straße von Hormus abhängen, nicht helfen.

Mehr zu Donald Trumps Rede über den Irankrieg lesen Sie hier .

Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und die Niederlande hatten sich Mitte März bereit erklärt, mit »geeigneten Maßnahmen« eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge zu gewährleisten. Später schlossen sich zahlreiche weitere Staaten an – darunter die seit Wochen von Iran attackierten Golfstaaten Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain.

Der Golfkooperationsrat forderte derweil am Donnerstag den Uno-Sicherheitsrat auf, sich für einen Schutz der Meerenge auch mit Waffengewalt einzusetzen. Bahrain legte einen Resolutionsentwurf vor, demzufolge »alle notwendigen Mittel« eingesetzt werden können sollen, um die Fahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten jedoch starke Bedenken.

Normalerweise wird etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases durch die Straße von Hormus transportiert. Seit dem Beginn des Irankriegs Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge aber weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Blockade durch die iranische Seite hat zu einem dramatischen Anstieg der Erdölpreise geführt.

Weiterlesen

Weitere Nachrichten

Trump ruft zu Boykott von Springsteen-Konzerten auf

Trump ruft zu Boykott von Springsteen-Konzerten auf

Springsteen (l.) und Trump Foto: Drew Angerer; Mandel Ngan / AFP Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! US-Präsident Donald Trump hat zu einem Boykott der Konzerte von Rockstar Bruce...

mehr lesen
US-Sängerin Olivia Rodrigo kündigt drittes Album an

US-Sängerin Olivia Rodrigo kündigt drittes Album an

US-Sängerin Olivia Rodrigo (»Vampire«) bringt nach »Sour« und »Guts« ihr drittes Album heraus - mit einem deutlich längeren Titel. »You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love« werde am 12. Juni erscheinen, gab die 23-Jährige in ihren sozialen Medien bekannt. Die junge...

mehr lesen