Russlands Krieg gegen die Ukraine: Slowakei ruft »Erdöl-Notstand« aus

Russlands Krieg gegen die Ukraine: Slowakei ruft »Erdöl-Notstand« aus

Die slowakische Regierung unter Ministerpräsident Robert Fico hat einen »Erdöl-Notstand« ab Donnerstag ausgerufen, wie die Nachrichtenagentur TASR berichtete. Das erlaubt ihr die Freigabe von Notfallreserven an die Raffinerie Slovnaft. Damit soll gesichert werden, dass die Versorgung der Tankstellen im Land nicht zusammenbricht.

Hintergrund ist, dass seit Ende Januar kein Erdöl mehr über die Druschba-Pipeline durch die Ukraine aus Russland fließt. Davon war die Ölversorgung der Slowakei ebenso wie die Ungarns bisher weitgehend abhängig. Slovnaft steht im Mehrheitsbesitz der ungarischen MOL und hat in der Slowakei eine De-facto-Monopolstellung bei der Versorgung mit Benzin und Diesel.

Slowakei ist noch immer abhängig von russischem Öl

Slovnaft kann inzwischen auch einen Teil des benötigten Erdöls über die durch Ungarn führende Ölpipeline Adria aus Kroatien beziehen. Nach Angaben der Raffinerie soll es aber noch 20 bis 30 Tage dauern, bis diese Kapazitäten voll genutzt werden können. Diese Zeit soll nun der Staat überbrücken. Zugleich kündigte Slovnaft an, bis auf Weiteres seine Erdöl-Hilfslieferungen an die Ukraine einzustellen, weil man alles Öl zur eigenen Versorgung brauche.

Weiterlesen

Weitere Nachrichten

Kindesmissbrauch: Prozess gegen Hartmut Ebbing

Kindesmissbrauch: Prozess gegen Hartmut Ebbing

Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+ Sie haben bereits ein Digital-Abo? Zum Login SPIEGEL plus Nur...

mehr lesen