Sachsen-Anhalt: Reiner Haseloff will Amt als Ministerpräsident vorzeitig abgeben

Sachsen-Anhalt: Reiner Haseloff will Amt als Ministerpräsident vorzeitig abgeben

Haseloff stellt jedoch eine Bedingung: Die Koalitionspartner SPD und FDP müssten sich bereit erklären, Schulze zu wählen und die bisherige Zusammenarbeit auch unter dessen Führung bis zum Ende der Legislatur fortzusetzen. Die Entscheidung darüber soll Anfang der Woche fallen. Sollten sich Liberale und Sozialdemokraten nicht darauf einlassen, würde Haseloff, wie ursprünglich geplant, im Amt bleiben – bis nach der Landtagswahl im Herbst ein neuer Ministerpräsident gewählt wird.

Haseloff hatte bislang daran festgehalten, bis zum Ende der Wahlperiode die Amtsgeschäfte zu führen – weshalb der wesentlich unpopulärere Schulze, inzwischen offiziell als Spitzenkandidat bestätigt, bislang einen Wahlkampf ohne Amtsbonus führen musste. Der langjährige EU-Abgeordnete ist bislang Wirtschaftsminister unter Haseloff.

Die Ausgangslage in diesem Wahlkampf ist für die CDU äußerst schwierig: Die Christdemokraten liegen in Umfragen deutlich hinter der AfD, die auf etwa 40 Prozent kommt. Die Rechtsextremen um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund haben als Ziel ausgegeben, mit einer absoluten Mehrheit ohne Koalitionspartner regieren zu können.

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