Saharastaub färbt Sonntagshimmel in Süddeutschland
Feinstaub aus der Sahara lässt den Himmel besonders im Süden trüb erscheinen. Sportler sollten vorsichtig sein – längere Belastungen könnten zu Atembeschwerden führen.
Der gestrige Sonntag bringt in großen Teilen Deutschlands milchig-trübe Sichtbedingungen mit sich, besonders in Bayern und Baden-Württemberg. Der Grund: Saharastaub, der in mehreren Kilometern Höhe über Europa schwebt und die Sonne hinter sich zu verstecken vermag. Während der Norden wolkig bis bewölkt bleibt, erwarten Meteorologen im Süden und Westen nach dem Staub-Szenario wieder aufheiternd sunniges Wetter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 13 und 20 Grad.
Der Staub gelangt aus Nordafrika nach Europa: Starke Bodenwinde wirbeln in der Sahara Sand und Feinpartikel auf, die dann über Tage oder sogar Wochen in der Höhe transportiert werden – bis zu zehn Kilometer hinauf. Von dort driftet das Material je nach Wettermuster nach Norden ab. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes berichten, dass die höchsten Konzentrationen diesmal Süddeutschland treffen.
Zwar ist das Material ungiftig, doch Experten warnen vor Vorsichtsmaßnahmen: Die feinen Partikel können in die Atemwege eindringen. Freiluftsportler und Jogger sollten sich bei solchen Bedingungen nicht über mehrere Stunden hinweg anstrengen. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen können längere Belastungen dort zu Atemwegsbeschwerden führen.