Berlin – Deutschland erholt sich vom wochenlangen Winter-Chaos. Zwar ist es frostig kalt, aber vielerorts sonnig mit blauem Himmel. Schlechte Nachrichten: Laut Experten ist die Verschnaufpause schon sehr bald wieder vorbei.
Am Wochenende drückt aus dem Osten ein Kältehoch rein, im Westen rotiert ein Tief über dem Atlantik. Immerhin: Das befürchtete Bombenzyklon kommt offenbar doch nicht. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net zu BILD: „Es dümpelt so vor sich hin. Im Westen gibt es eher Plusgrade, im Osten dagegen Temperaturen unter null – auch tagsüber. Und: wenig Schnee und wenig Regen, dafür kommt Glätte!“
Das Wetter am Wochenende
Der Freitag wird hauptsächlich im Westen und Süden noch recht freundlich, insgesamt nehmen die Wolken zu. Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt von WetterKontor zu BILD: „Die ganz sonnigen Zeiten sind auf jeden Fall vorbei. Das Wochenende bringt vorwiegend im Norden und Osten Deutschlands recht trübes Wetter, mit auch mal etwas Schnee oder Schneegriesel.“
Am Samstag fällt auch im Süden und Westen anfangs Schnee oder Regen, dann wird es dort wieder freundlicher. Der Sonntag ist dann wahrscheinlich im Westen am freundlichsten. Klimatologe Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de zu BILD: „Am Sonntagabend kommt vom Südosten her Schneefall herein. Montag liegt dann am Morgen dieser Schneegürtel über dem Land.“
Vereist ist das Elbufer vor der historischen Altstadtkulisse in Dresden
Kältester Januar seit 2017
Insgesamt bleibt es kalt. Am Wochenende im Norden und Osten um null Grad oder leichter Dauerfrost. Im Süden und Westen 0 bis 5 Grad und ganz im Westen noch bis 7 Grad. Und ähnlich geht es mit den Temperaturen dann auch zu Beginn der neuen Woche weiter.
Wetterexperte Schmidt: „So wird es in Deutschland wahrscheinlich der kälteste Januar seit 2017 (damals deutschlandweit minus 3,1 Grad).“ Und Wetterexperte Jung ergänzt: „Es ist übrigens derzeit einer der trockensten Winter seit 1881. Selbst der Dürremonitor schlägt schon aus, mit Karten, wie man sie nur aus dem Hochsommer kennt.“



