Knapp ein Drittel der Schüler hat Einwanderungshintergrund
An deutschen Schulen steigt der Anteil von Schülern mit Einwanderungsgeschichte. Bei den Lehrern ist die Quote deutlich niedriger – ein Ungleichgewicht, das sich nur langsam abbaut.
Die Zusammensetzung von Schülerschaften und Lehrerzimmern in Deutschland unterscheidet sich erheblich. Während mittlerweile 29 Prozent der Schülerinnen und Schüler selbst eingewandert sind und weitere zwölf Prozent einen zugewanderten Elternteil haben, sieht es bei den Pädagogen anders aus: Nur elf Prozent der Lehrkräfte weisen eine Einwanderungsgeschichte auf, bei fünf Prozent ist ein Elternteil eingewandert.
Dieser Unterschied wird deutlicher, wenn man die Gesamtbevölkerung betrachtet. Dort liegt der Anteil der Menschen mit Einwanderungshintergrund bei 26 Prozent. Lehrerinnen und Lehrer mit diesem Hintergrund sind in ihren Kollegien damit deutlich unterrepräsentiert.
Immerhin: In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil sowohl bei Schülern als auch bei Lehrern gestiegen. Bei den Schülern um drei Prozentpunkte von 26 auf 29 Prozent, bei den Lehrkräften um zwei Punkte auf elf Prozent. Allerdings deuten diese Zahlen darauf hin, dass sich die Unterrepräsentation im Lehrberuf nur allmählich abbaut.