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Lehrergewerkschaft prangert Arrest für Schulschwänzer an

03. Januar 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Mehrere Hundert Jugendliche landen jährlich im Gefängnis, weil sie die Schule schwänzen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält diese Praxis für gescheitert und kontraproduktiv.

In mehreren Bundesländern werden Schüler und Schülerinnen, die wiederholt die Schule schwänzen, zu Arreststrafen verurteilt. Nach Erhebungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland traf es im vergangenen Jahr einige Hundert Jugendliche. Besonders häufig ist das Phänomen in Niedersachsen und Bremen, wo im ersten Halbjahr etwa 355 junge Menschen in Haft mussten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft lehnt diese Maßnahme ab. Sprecherin Anja Bensinger-Stolze kritisiert, dass die Praxis sowohl pädagogisch als auch schulpolitisch gescheitert sei. Zudem zeige sich in der Praxis: Die Arreststrafen erreichen ihr Ziel nicht oder wirken sich sogar negativ auf die betroffenen Jugendlichen aus.

Das niedersächsische Justizministerium verteidigt die Praxis hingegen als wirksames Mittel, um auf Schüler und Schülerinnen einzuwirken. Insgesamt zeigt sich regional eine unterschiedliche Handhabung: Während einige Länder regelmäßig Arreststrafen verhängen, führen andere dazu überhaupt keine oder keine aktuellen Statistiken.

H
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