Schwarz-Rot einigt sich auf Industriestrompreis und Kraftwerksstrategie
Union und SPD haben sich auf Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung geeinigt: Ein vergünstigter Industriestrompreis, der Bau neuer Gaskraftwerke und eine Senkung der Flugticketsteuer sollen Deutschland stärken.
Die Koalitionsspitzen von CDU/CSU und SPD haben sich auf mehrere wirtschaftliche Kernmaßnahmen verständigt. Ab 2026 sollen energieintensive Betriebe Strom zu etwa fünf Cent pro Kilowattstunde beziehen können – dieser Preis gilt bis 2028. Kanzler Merz zufolge sind die notwendigen Gespräche mit der EU-Kommission bereits weit fortgeschritten.
Parallel dazu beschloss das Bündnis eine Kraftwerksstrategie für den Bau von Gaskraftwerken. Diese sollen als Puffer fungieren, wenn Sonne und Wind nicht genug Energie liefern. Bereits 2026 will man acht Gigawatt Leistung ausschreiben, die bis 2031 am Netz sein sollen. Außerdem beschloss die Koalition die Gründung eines Deutschlandfonds: Mit öffentlichen Mitteln sollen private Investitionen in Mittelstand und Start-ups mobilisiert werden.
Zum 1. Juli 2026 plant die Regierung zudem die Senkung der Luftverkehrsteuer. Dies soll der Flugbranche einen Vorteil von etwa 350 Millionen Euro bringen. Insgesamt betont die Koalition, ihre Maßnahmen zielten darauf ab, Unternehmen zu entlasten und sichere Arbeitsplätze zu sichern.