Schwester des Mordopfers: Angeklagter täuschte alle
Die Schwester von Valerie von Medinger wirft dem angeklagten Ex-Partner vor, die Familie während der Fahndung manipuliert zu haben. Die 36-Jährige verschwand im Juli 2025, Monate nach ihrer Trennung von Markus G.
Im Juni 2025 teilte Valerie von Medinger ihrer Schwester Isabelle mit, dass sie sich von ihrem Lebensgefährten Markus G. trennen wird. Kurz darauf verschwindet die 36-Jährige spurlos. Ein Monat vergeht, in dem der Ex-Partner aktiv bei der Suche unterstützt und öffentlich um die Vermisste bangt.
Heute ist klar: Es war eine Lüge. Valerie von Medinger ist verstorben, und der 39-jährige Landwirt steht wegen Totschlags vor Gericht. Für Isabelle (41) ist besonders schmerzhaft, dass ihr Ex-Schwager die Familie über Wochen hinweg täuscht – während sie verzweifelt nach ihrer Schwester suchten, spielte er den besorgten Partner.
Der Prozess zeigt nun, wie das Lügengerüst des Angeklagten nach und nach zusammenbricht. Isabelle ringt mit dem Verlust ihrer Schwester und der Erkenntnis, dass sie von einem Menschen, dem die Familie vertraute, systematisch manipuliert wurde.