Friedrich Vorwerk unter Druck: Regierungspläne treffen SDax-Unternehmen
Die Aktie von Friedrich Vorwerk ist seit ihrem Höchststand im Oktober deutlich gefallen. Grund ist ein Gesetzentwurf, der den Ausbau von Erdkabeln für Stromleitungen erschweren könnte.
Das Düsseldorfer Unternehmen Friedrich Vorwerk profitierte lange vom Erdkabelgesetz von 2015 und dem daraus resultierenden Ausbau von unterirdischen Hochspannungsleitungen. Mit dem Aufstieg in den SDax im April 2025 schien die Erfolgsstory des Spezialisten für Leitungsbau fortzusetzen.
Doch ein neuer Gesetzentwurf der Bundesregierung bremst die Euphorie: Die geplante Änderung würde den Vorrang von Erdkabeln bei neuen Gleichstromleitungen aufheben. Stattdessen sollen künftig vermehrt oberirdische Freileitungen gebaut werden. Für Vorwerk könnte dies zu einer Verschiebung der Nachfrage nach seinen Leistungen führen. Der Bundestag berät erstmals am Donnerstag über die Pläne.
Die Folgen zeigen sich bereits: Die Vorwerk-Aktie ist vom Rekordkurs im Oktober um etwa 47 Prozent gefallen. Analysten warnen vor dem bleibenden politischen Risiko. Während Experte Leon Mühlenbruch die Chancen und Risiken inzwischen ausgewogen sieht, deuten die Kursziele von 60 bis 65 Euro auf begrenzte Aufwärtspotenziale hin.