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Buckelwal Timmy: Warum Fütterung keine Lösung ist

22. April 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Der vor Wismar gestrandete Buckelwal Timmy kann nicht einfach gefüttert werden, um Kraft zu tanken. Experten erklären, warum das bei dieser Art wirkungslos wäre.

Seit etwa vier Wochen kämpft der Buckelwal Timmy vor der Küste Wismars ums Überleben. Das geschwächte Tier sitzt immer wieder fest, befreit sich kurzzeitig – und strandet dann erneut. Viele Menschen fragen sich: Könnte man dem Tier durch zusätzliches Futter nicht helfen, um seine Kräfte zu stärken?

Laut Bianca König von der Naturschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation ist das jedoch unrealistisch. Buckelwale sind Wanderrouten-Tiere, die monatelang ohne Nahrung auskommen. Im Winter bleiben sie in der Karibik zum Laichen – und fressen dort überhaupt nicht. Ein Energie-Puffer in Form ihrer dicken Fettschicht, dem sogenannten Blubber, versorgt sie während dieser langen Pausen. Ein paar zusätzliche Fische würden daher Timmys Zustand nicht verbessern.

Hinzu kommen weitere Probleme: Möglicherweise steckt Fischernetz in Timmys Maul oder Verdauungstrakt. Es könnte Infektionen, Organschäden oder Verletzungen geben. Auch praktisch ist eine Fütterung kaum machbar – tote Fische würde der Wal ignorieren, lebende würden einfach wegschwimmen. Buckelwale jagen im offenen Meer ganz anders als in der flachen Ostsee.

Die Rettungsteams setzen daher auf ihre bewährte Strategie: Taucher sollen Leinen unter das Tier legen, eine Plane darunter positionieren und Timmys Körper mit Luftkissen anheben. Anschließend soll er in einem Netz zwischen Pontons fixiert und zur Nordsee geschleppt werden. Der Erfolg hängt davon ab, ob sein geschwächter Körper diese aufwendige Operation übersteht.

H
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