Selenskyj in Belgrad: Ukraine und Serbien nähern sich an

Der ukrainische Präsident besucht Serbien trotz dessen guter Beziehungen zu Russland. Bei Gesprächen in Belgrad geht es um Handel, Kosovo und den Krieg in der Ukraine.
Wolodymyr Selenskyj hat Belgrad besucht – ein diplomatisches Signal in schwierigen Zeiten. Der ukrainische Präsident nutzte seinen ersten offiziellen Besuch in der serbischen Hauptstadt, um die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu vertiefen. Das ist bemerkenswert, denn Serbien bewahrt sich traditionell enge Verbindungen zu Russland.
In den Gesprächen mit der serbischen Führung standen mehrere Themen auf der Agenda. Unter anderem verständigten sich die Länder auf ein Freihandelsabkommen. Darüber hinaus diskutierten sie über die Lage im Kosovo – ein für Belgrad sensibles Thema – sowie über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Der Besuch zeigt, dass die Ukraine trotz Serbiens Balanceakt zwischen Westen und Osten versucht, seine Unterstützung zu gewinnen. Gleichzeitig signalisiert Belgrad damit Offenheit für verstärkte wirtschaftliche und politische Beziehungen zur Ukraine.