Berlin: Polizei stoppt hunderte Böller-Randalierer in der Silvesternacht
Die Berliner Polizei hat zum Jahreswechsel über hundert Menschen festgenommen – vor allem wegen gefährlicher Feuerwerksaktionen. In mehreren Stadtteilen eskalierte die Situation, während Feuerwerk-Verbotszonen ihre Wirkung zeigten.
In der Silvesternacht ist die Berliner Polizei mit einem Großaufgebot gegen unkontrollierte Pyrotechnik vorgegangen. Bereits vor Mitternacht verzeichnete die Behörde über hundert Festnahmen, hauptsächlich wegen rücksichtsloser Böller- und Raketeneinsätze. Polizeisprecher Florian Nath berichtete von Menschen, die Raketen horizontal abfeuerten oder Böller nach anderen warfen. Besonders kritisch war die Lage in Schöneberg, Kreuzberg, Neukölln und Wedding, während der abgesperrte Alexanderplatz deutlich ruhiger blieb.
Insgesamt zog die Polizei ein positives Fazit für die frühen Stunden des Abends. Bis 21:30 Uhr seien keine schwerwiegenden Zwischenfälle oder Gewalttaten gemeldet worden. Mehrere Polizisten erlitten leichte Verletzungen, überwiegend durch Knalltraumata. Im Vorfeld hatte die Polizei mit 4.300 Einsatzkräften große Mengen illegaler Sprengstoff beschlagnahmt, darunter Kugelbomben und fast 14 Kilogramm Pyrotechnik.
Daneben meldete die Feuerwehr einen teilweise ausgebrannten Bus in Wilmersdorf. In Marburg kam es zu einem Brand im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses, das möglicherweise durch Feuerwerk ausgelöst wurde. 19 Bewohner wurden evakuiert, der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich. Parallel dazu verliefen friedliche Feiern, etwa an der Berliner Siegessäule, wo DJs und elektronische Musik die Menge unterhielten.