Sizilien: Erdrutsch zwingt über 1.500 Menschen zur Flucht
Heftige Unwetter haben in der sizilianischen Stadt Niscemi einen massiven Erdrutsch ausgelöst. Über 1.500 Anwohner mussten evakuiert werden, mehrere Häuser sind zerstört.
Ein schweres Unwetter hat am Wochenende in Niscemi auf Sizilien einen großflächigen Erdrutsch verursacht. Die Stadt mit etwa 25.000 Einwohnern liegt auf einem Plateau, das durch Wasser im Untergrund allmählich abrutscht. Über 1.500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, da zahlreiche Wohngebäude am Rande der Rutschfläche nicht mehr sicher sind.
Behördenvertreter warnen, dass die Situation angespannt bleibt. Der Erdrutsch sei weiterhin aktiv, wie Inspektionen zeigen. Mehrere Häuser können nicht wieder aufgebaut werden, weshalb betroffene Bewohner umgesiedelt werden müssen. Das sorgt bei einigen Anwohnern für Frustration – sie kritisieren, dass Behörden bereits vor drei Jahrzehnten Inspektionen durchführten, ohne Maßnahmen einzuleiten.
Die italienische Regierung erklärte den Notstand für die betroffenen Regionen Sizilien, Sardinien und Kalabrien. 100 Millionen Euro werden für Hilfsmaßnahmen bereitgestellt. Lokale Behörden beziffern allein die Schäden auf Sizilien aber auf über 1,5 Milliarden Euro.