Überraschung in Gröden: Tschechischer Skispezialist Zabystran gewinnt erstmals
Bei der Abfahrt in Gröden feiert Jan Zabystran seinen ersten Weltcupsieg. Der Tscheche schlägt damit Dominator Marco Odermatt. Deutsche Speedfahrer bleiben dagegen ohne Olympianorm.
Sensation an der legendären Saslong-Piste: Der tschechische Skispezialist Jan Zabystran hat überraschend das Herrenabfahrtsrennen in Gröden gewonnen. Mit Startnummer 29 fuhr der 29-Jährige zur Bestzeit und sicherte sich damit seinen ersten Weltcupsieg überhaupt. Es ist ein historischer Moment für den tschechischen Männerskisport – erstmals gewinnt ein Vertreter des Landes ein Weltcuprennen in dieser Disziplin. Nach seinem Zielsprung wirkte Zabystran selbst sprachlos über seinen Erfolg.
Marco Odermatt, der Dominator der Saison, musste sich geschlagen geben und verpasste seinen sechsten Sieg knapp. Dem Schweizer fehlten letztlich nur 22 Hundertstel Sekunden. Bereits am Donnerstag hatte Odermatt die erste Abfahrt gewonnen und gilt auch für das dritte Gröden-Rennen am Samstag als großer Favorit. Mit Blick auf die Winterspiele im Februar in Italien zeigt sich Odermatt in starker Form.
Die deutschen Speedfahrer konnten in Gröden nicht überzeugen. Romed Baumann, Simon Jocher und Luis Vogt landeten in den hinteren Positionen, während Maximilian Schwarz ausfiel. Sieben Wochen vor Olympia hat noch kein deutscher Skiabfahrer die nationale Olympianorm erreicht – ein sorgendes Signal für die kommenden Winterspiele.