Skiflug-WM: Prevcs Ski rutschen die Schanze hinunter
Bei der Skiflug-WM in Oberstdorf verliert Domen Prevc vor seinem Sprung die Ski – diese rutschen die Schanze hinab. Der Slowene darf daraufhin nicht im ersten Durchgang starten.
Ein ungewöhnlicher Zwischenfall hat den Team-Wettkampf der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf unterbrochen: Domen Prevc, einer der Top-Favoriten, verlor seine Ski, bevor er überhaupt springen konnte. Die Bretter rutschten die Heini-Klopfer-Schanze hinunter – einer der Ski flog sogar über 50 Meter weit in den Auslaufbereich. Verletzt wurde dabei niemand, allerdings musste der Wettkampf für mehrere Minuten unterbrochen werden.
Weil Prevc in dieser Situation nicht mehr an den Start durfte, büßte Slowenien seine Chancen auf eine Medaille im Team-Bewerb ein. Das Land rangierte nach dem ersten Durchgang nur auf Platz acht. Ein Protest der slowenischen Mannschaft wurde später abgelehnt. Nach Auskunft des FIS-Materialchefs Andreas Bauer habe Prevc die Ski selbst an einem Zelt abgelegt, von dort hätten sie sich eigenständig in Bewegung gesetzt – also ein Eigenverschulden des Athleten.
Im zweiten Durchgang durfte Prevc wieder starten, da kein Regelverstoß vorlag. Ein weiterer Aufreger folgte, als Teamkollege Timi Zajc kurzzeitig die Schanze verließ – zunächst hieß es, die Slowenen würden gar nicht mehr antreten. Dies stellte sich aber als Missverständnis heraus. Der FIS-Materialchef beschrieb das Vorkommnis als äußerst selten: «So etwas haben wir seit Jahrzehnten nicht erlebt.»