Trump bringt Israel und Hamas an Verhandlungstisch
Nach monatelanger Eskalation sitzen Vertreter Israels und der Hamas nun in Ägypten zu Friedensgesprächen zusammen. Ermöglicht hat dies ein 20-Punkte-Plan von US-Präsident Trump – und gezielter diplomatischer Druck.
Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas hatte sich festgefahren, doch nun gibt es Bewegung: Delegationen beider Seiten verhandeln derzeit in Ägypten über einen möglichen Waffenstillstand in Gaza. Unterstützt werden die Gespräche von den USA und arabischen Staaten. Grundlage ist ein Friedensplan, den US-Präsident Donald Trump entwickelt hat.
Wie Trump diese festgefahrenen Fronten aufgebrochen hat, beschreibt die New York Times in einer aufschlussreichen Recherche. Auslöser war offenbar ein israelischer Luftangriff auf Hamas-Führungspersonen in Doha im September. Das Attentat auf katarischem Boden verstimmte nicht nur Katar, sondern auch Trump – dieser erkannte darin jedoch die Chance, die international unter Druck stehende israelische Regierung zu Gesprächen mit arabischen Ländern zu bewegen.
In intensiven Verhandlungen Ende September arbeiteten Trumps Berater einen Katalog arabischer Forderungen in einen Kompromissplan um. Der schwierigste Punkt: Trump forderte von Israels Premierminister Netanyahu eine Entschuldigung gegenüber Katar – eine Woche lang musste er darauf hinwirken, bevor Netanyahu schließlich eine schriftliche Erklärung verlas. Am 29. September kündigte Trump dann vor der Presse an, dass Israel und mehrere arabische Staaten seinem Plan zugestimmt hatten.