Studie: Solarium lässt Haut genetisch schneller altern
US-Forscher warnen: Regelmäßige Sonnenbank-Nutzer haben so viele genetische Mutationen wie Menschen, die 40 bis 50 Jahre älter sind. Die Schäden lassen sich nicht rückgängig machen.
Eine neue Untersuchung der University of California zeigt alarmierende Folgen von häufigen Solarium-Besuchen: Junge Menschen, die regelmäßig Sonnenbänke nutzen, weisen in ihren Hautzellen ein Maß an genetischen Veränderungen auf, das normalerweise erst bei deutlich älteren Menschen auftritt. Teilnehmer in ihren 30ern und 40ern hatten demnach mehr solcher Mutationen als durchschnittliche 70- bis 80-Jährige.
Schuld daran ist die intensive UV-Strahlung der Sonnenbänke. Die körpereigenen Reparatursysteme können kleinere Schäden zwar ausgleichen, doch bei wiederholter, starker Bestrahlung werden sie überfordert. Es entstehen bleibende Veränderungen im Erbgut, die das Hautkrebsrisiko erhöhen. Besonders betroffen ist oft der untere Rücken – eine Körperpartie, die von echtem Sonnenlicht deutlich weniger getroffen wird als von Solarium-Lampen.
Für die in "Science Advances" veröffentlichte Studie analysierten die Forscher Daten von über 32.000 Patienten und untersuchten Hautproben von 26 Spendern. Bei Sonnenbank-Nutzern fanden sie zahlreiche Krebsvorstufen. Die Wissenschaftler empfehlen daher, künstliche UV-Strahlung vollständig zu vermeiden – einmal entstandene Mutationen lassen sich nicht heilen.