Spanien: Massenproteste gegen Wohnungskrise
Hunderttausende Spanier demonstrieren gegen explodierende Mieten und fehlende Wohnungen. Nach dem Scheitern von Mietschutzgesetzen könnte die politische Krise vertiefen.
In Spanien haben Zehntausende Menschen gegen die Wohnungskrise protestiert. Besonders in Madrid gingen am Wochenende große Menschenmengen auf die Straße. Während die Organisatoren von rund 500.000 Demonstranten ausgehen, beziffert die Regierung die Teilnehmerzahl deutlich niedriger auf etwa 70.000.
Auslöser der Proteste ist das Scheitern von geplanten Mietdekreten, die den Wohnungsmarkt regulieren sollten. Die steigende Wohnungsknappheit und explodierenden Mieten belasten besonders junge Menschen und Geringverdiener in spanischen Städten.
Die Demonstrationen verschärfen die politische Lage im Land. Hinter den Kulissen wird bereits über mögliche Neuwahlen spekuliert, da die Regierungsmehrheit brüchig geworden ist und wichtige Gesetzesvorhaben scheitern.