Tragisches Missgeschick: Zweijähriger erhält kein neues Spenderherz
In Neapel ist ein zweijähriger Junge ohne Hoffnung. Ein Ärztegremium hat entschieden, dass eine erneute Herztransplantation medizinisch nicht sinnvoll ist. Das aktuelle Spenderorgan war beim Transport beschädigt worden.
Der kleine Francesco kämpft weiterhin ums Leben. Der Zweijährige, der mit einem Herzfehler geboren wurde, erhielt kurz vor Weihnachten das Herz eines vierjährigen Jungen, der ertrunken war. Doch beim Transport zum Klinikum in Neapel ereignete sich ein folgenschweres Missgeschick: Das Organ wurde falsch gelagert und in Trockeneis statt in normalem Eis transportiert – mit verheerenden Folgen.
Da Francescos eigenes Herz bereits entnommen worden war, implantierten die Ärzte das beschädigte Organ trotzdem. Seither wird der Junge künstlich am Leben erhalten. Ein Ärzteteam aus verschiedenen Kliniken kam zu dem Ergebnis, dass eine neue Transplantation das Kind nicht retten würde. Eine weitere Operation sei medizinisch nicht zu verantworten.
Besonders tragisch für die Familie: Ein neues Spenderherz wurde inzwischen gefunden – es wird aber einem anderen jungen Patienten eingesetzt. Der Anwalt der Eltern schätzt die Überlebenschance des Jungen bei einer Transplantation auf etwa zehn Prozent. Die Mutter hätte dem Eingriff zugestimmt.