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Massive Phishing-Attacke auf Bundesregierung – Verdacht fällt auf Russland

25. April 2026· Jonas Brinkmann

Gehackte Signal-Konten von Spitzenpolitikern und Behördenmitarbeitern deuten auf eine groß angelegte Spionagekampagne hin. Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt wegen Spionageverdachts.

Die Bundesregierung ist Opfer einer koordinierten Phishing-Kampagne geworden, die gezielt auf hochrangige Funktionsträger abzielt. Betroffen sind Politiker, Militärs, Journalisten und Behördenmitarbeiter über den Messengerdienst Signal. Nach Einschätzung deutscher Geheimdienste liegt die Verantwortung bei Russland, was die geopolitische Brisanz des Falls erheblich erhöht.

Die Angreifer geben sich als Signal-Support aus und versuchen, ihre Opfer zur Preisgabe von Zugangsdaten zu bewegen. Bekannt ist, dass mindestens 300 Personen in Deutschland kompromittiert wurden, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Unter den Betroffenen sind Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien und Bauministerin Verena Hubertz sowie Abgeordnete aller Fraktionen. Die Angreifer erhalten so Zugriff auf laufende Chats, Gruppenkommunikation und Kontaktlisten – potenziell auch auf vertrauliche politische Absprachen.

Die Generalbundesanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit eingeleitet. Sicherheitsbehörden warnen vor einer systematischen Ausspähung von Kommunikationsstrukturen im politischen Raum und empfehlen verstärkte Schutzmaßnahmen. Experten raten Bürgern dringend, keine vermeintlichen Support-Nachrichten zu beantworten und Sicherheitsfunktionen zu aktivieren.

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