Staatsschutz ermittelt: Helmut Schmidts Grab mit Hakenkreuzen beschmiert

Staatsschutz ermittelt: Helmut Schmidts Grab mit Hakenkreuzen beschmiert

Hamburg – Widerlicher Vandalismus am Grab unseres ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt (†96) und seiner Frau Loki (†91): Unbekannte schändeten es mit Hakenkreuzen!

Ein Fotograf, der Aufnahmen von Prominenten-Gräbern auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg machen wollte, entdeckte am Sonntag gegen 16 Uhr orangefarbene Hakenkreuze auf der Grabplatte des Paares. Die Nazi-Symbole wurden über die Namen und die Lebensdaten der Verstorbenen gesprüht. Der Fotograf rief die Polizei.

Polizisten leuchten mit Taschenlampe die Grabstelle aus

Polizisten leuchten mit Taschenlampe die Grabstelle aus

Mit Sprühkreide macht ein Beamter die Nazi-Schmierei unkenntlich

Mit Sprühkreide macht ein Beamter die Nazi-Schmierei unkenntlich

Staatsschutz ermittelt

Die Beamten sicherten vor Ort Spuren und übermalten dann die Hakenkreuze. Ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei Hamburg zu BILD: „Es wurden vier Hakenkreuze auf die Grabplatte gesprüht. Deshalb gehen wir von einer politisch motivierten Tat aus. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.“ Die Hintergründe der Tat sind bisher unklar, ebenso die Identität der Täter.

Helmut Schmidt war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler

Helmut Schmidt war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler

Es ist leider nicht das erste Mal, dass das Grab von Helmut Schmidt und seiner Frau Loki geschändet wurde. Einen Tag vor Heiligabend 2023 wurden ebenfalls drei Hakenkreuze auf die Grabplatte geschmiert, in der gleichen Farbe.

Der Friedhof Ohlsdorf in Hamburg wurde am 1. Juli 1877 eröffnet und gilt als der größte Parkfriedhof der Welt sowie als größter Friedhof Europas. Auf dem Gelände gibt es mehr als 202.000 Grabstellen. Seit seiner Eröffnung wurden dort mehr als 1,4 Millionen Menschen beigesetzt.

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