Bankenchef Dimon kritisiert Coinbase-CEO Armstrong in Regulierungsstreit
JP-Morgan-Chef Jamie Dimon greift Coinbase-Vorstand Brian Armstrong heftig an. Im Mittelpunkt steht ein US-Gesetz zur Kontrolle von Stablecoins – digitalen Währungen, die an den Dollar gekoppelt sind.
Ein erbitterter Streit spaltet die amerikanische Finanz- und Kryptobranche: Jamie Dimon, Leiter der größten US-Bank JP Morgan Chase, hat sich heftige Wortwechsel mit Coinbase-Chef Brian Armstrong über zukünftige Regelungen für digitale Währungen geliefert. Der Ton ist rau – Dimon bezeichnete Armstrongs Aussagen als haltlos. Gleichzeitig kündigte der Bankmanager an, im US-Kongress gegen die geplanten Regulierungen zu kämpfen.
Kern des Konflikts ist der sogenannte Clarity Act, ein Regelwerk für digitale Vermögenswerte, das seit Monaten zwischen Banken und Kryptoanbietern umstritten ist. Ein zentraler Streitpunkt: Dürfen Kryptobörsen ihren Kunden Zinsen oder andere Anreize zahlen, wenn diese sogenannte Stablecoins halten – also digitale Währungen, deren Wert stabil bleibt? Coinbase bietet solche Vorteile bereits an und nutzt dies, um Nutzer zum Umtausch von Dollar in USDC zu bewegen.
Armstrong hat sich in der politischen Debatte als Hauptvertreter der Kryptoindustrie etabliert und trägt wesentlich zu deren wachsendem Einfluss in Washington bei. Der Streit zeigt, wie unterschiedlich etablierte Finanzinstitute und neue Kryptoplayer die Zukunft digitaler Währungen sehen.