Cum-Ex-Anwalt Hanno Berger zu zehn Jahren Haft verurteilt
Der frühere Steueranwalt Hanno Berger muss eine Gesamtstrafe von zehn Jahren absitzen. Er gilt als Architekt des größten Steuerskandals der deutschen Geschichte, bei dem der Staat um Milliarden betrogen wurde.
Das Landgericht Bonn hat die gegen Hanno Berger verhängten Strafen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren zusammengefasst. Der 75-Jährige war von zwei verschiedenen Gerichten wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden und sitzt bereits seit 2022 in Haft.
Berger gilt als Schlüsselfigur bei den sogenannten Cum-Ex-Deals, einem Betrugssystem, das zwischen 2006 und 2011 florierte. Mit diesen Aktiengeschäften verschafften sich Investoren unrechtmäßig Steuererleichterungen für Dividenden, die sie gar nicht gezahlt hatten. Experten schätzen den Gesamtschaden für den Staat auf mindestens zehn Milliarden Euro.
Das Bonner Gericht verurteilte Berger 2022 zu acht Jahren Haft wegen besonders schwerer Steuerhinterziehung in drei Fällen. Das Wiesbadener Landgericht verhängte eine Strafe von acht Jahren und drei Monaten. Mit der jetzt festgesetzten Gesamtstrafe endet ein lange währendes Verfahren gegen den Mann, dem die Justiz die Etablierung dieser Betrugsmethode in Deutschland zur Last legt.