Klingbeil plant Reformierung des Ehegattensplittings
Die SPD will das Steuerprivileg für verheiratete Paare neu gestalten. Statt des bisherigen Splittingtarifs soll ein flexibles Modell ermöglichen, Freibeträge zwischen Partnern aufzuteilen.
SPD-Politiker Klingbeil hat eine Reform des Ehegattensplittings in die Diskussion gebracht. Das geplante sogenannte Realsplitting würde verheirateten Paaren mehr Gestaltungsspielraum bei ihrer Steuererklärung geben als das derzeit geltende System.
Kern des Vorschlags: Ein Freibetrag in Höhe von knapp 13.800 Euro könnte zwischen den Partnern frei verteilt werden. Der höherverdienende Ehegatte könnte diese Summe von seinem Einkommen abziehen, während der Partner mit dem niedrigeren Einkommen sie dann mit seinem günstigeren Steuersatz versteuert. Dies würde die Steuerlast für viele Paare optimieren.
Orientieren soll sich das Modell am Unterhaltshöchstbetrag, der bereits für getrennt lebende und geschiedene Ehepaare angewendet wird. Damit könnte die Regelung auf bewährte Strukturen aufbauen.