Eskalation in Straße von Hormus: USA zerstören 16 Minenleger-Schiffe
Diese undatierte Satellitenaufnahme zeigt die Straße von Hormus
Washington/Teheran – Will der Iran eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt verminen? Der Sender CBS berichtete am Dienstagabend, dass amerikanische Geheimdienste Anzeichen für entsprechende Vorbereitungen sehen. Laut CNN soll der Iran sogar schon damit begonnen haben, Minen in der Seestraße im Persischen Golf zu verlegen. Der US-Sender beruft sich auf zwei Personen, die wohl mit den US-Geheimdienstberichten zu diesem Thema vertraut sind.
Kurz darauf schrieb US-Präsident Donald Trump (79) auf seiner Plattform Truth Social: „Ich freue mich, berichten zu können, dass wir in den letzten Stunden 10 inaktive Minenlegerboote und/oder -schiffe getroffen und vollständig zerstört haben.“ Doch die US-Armee hat nach Angaben des zuständigen US-Militärkommandos Centcom im Onlinedienst X, die Zahl der zerstörten Schiffe auf insgesamt 16 erhöht.
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Trump hatte den Iran zuvor davor gewarnt, die Straße von Hormus zu verminen. „Sollten aus irgendeinem Grund Minen gelegt worden sein und diese nicht umgehend entfernt werden, werden die militärischen Konsequenzen für den Iran ein Ausmaß erreichen, wie es noch nie zuvor zu sehen war“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Zudem würden die USA „dieselben Technologien und Raketen einsetzen“, die sie auch gegen Drogenboote in der Karibik eingesetzt hatten, so Trump.
Washington rudert bei Öltanker-Eskorte zurück
Zuvor hatte das Weiße Haus Angaben aus der US-Regierung über die angebliche Eskortierung eines Öltankers in der Straße von Hormus dementiert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellte am Dienstag in Washington klar, die US-Marine habe „bislang keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiert“.
US-Energieminister Chris Wright hatte zuvor im Onlinedienst X zunächst von einer „erfolgreichen“ Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben. Kurz danach wurde der Beitrag wieder gelöscht.
US-Kriegsminister zur Operation „Epische Wut“: „Heute wird der heftigste Tag von Angriffen im Iran“
Leavitt betonte, sie habe noch keine Gelegenheit gehabt, mit Wright zu sprechen. Geleitschutz für Tanker bleibe aber eine Option. Trump habe angekündigt, dass er diese „bei Bedarf zum geeigneten Zeitpunkt auf jeden Fall nutzen“ werde.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, kein US-Schiff habe es gewagt, sich der Meerenge zu nähern. Die Ölpreise hatten nach Wrights Tweet deutlich nachgegeben.
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