Strategischer Besuch: USA buhlt um Griechenlands Rolle in europäischer Energieversorgung
Südosteuropa entwickelt ein neues Pipelitzsystem als Alternative zu russischem Gas. Jetzt zeigt auch die USA Interesse. Experten warnen vor möglichen neuen Abhängigkeiten.
US-Außenminister Rubio hat Athen besucht, um Gespräche über Griechenlands zentraler Rolle in einem südosteuropäischen Energienetzwerk zu führen. Das geplante Pipelinesystem soll Gas über mehrere Länder verteilen und die Region unabhängiger von russischen Energielieferungen machen.
Die Initiative richtet sich klar gegen die bisherige Abhängigkeit von Gazprom und soll die Energiesicherheit Südosteuropas erhöhen. Griechenland könnte dabei als wichtiger Drehkreuz fungieren.
Doch mit dem Interesse der USA als Flüssiggasexporteur stellt sich eine neue Frage: Ersetzt man eine Abhängigkeit nur durch eine andere? Energieexperten warnen vor zu einseitigen Versorgungsstrukturen und plädieren für diversifizierte Quellen.