US-Justizministerium genehmigt Paramount-Übernahme von Warner Bros.
Die amerikanische Regierung hat grünes Licht für die milliardenschwere Fusion gegeben. Kritiker warnen jedoch vor Konsequenzen für die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN.
Das US-Justizministerium hat der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount zugestimmt. Die Behörde sieht keine nennenswerten Auswirkungen auf den Wettbewerb oder die Verbraucher – weder im Streaming- und TV-Bereich noch in der Filmproduktion. Der Deal mit einem Volumen von rund 111 Milliarden Dollar war ursprünglich zwischen Warner und Netflix geplant, bevor Paramount mit einem höheren Gebot überraschte.
Hinter dem Unternehmen steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison, der als enger Unterstützer von Präsident Trump gilt. Das sorgt für Besorgnis: Kritiker befürchten, dass CNN unter neuer Kontrolle an redaktioneller Unabhängigkeit verlieren könnte. Trump hatte sich mehrfach dafür ausgesprochen, dass der kritische Nachrichtensender bei einem Warner-Deal den Besitzer wechselt. Bereits nach Übernahmen von Medienunternehmen durch Trump-nahestehende Milliardäre zeigten sich Auswirkungen auf die Berichterstattung.
Paramount-Chef David Ellison, der Sohn des Milliardärs, will mit der Übernahme sein Unternehmen stärken. Warner bringt bekannte Franchises wie DC-Superhelden, Harry Potter und ein etabliertes Streaming-Geschäft mit HBO mit. Weitere Wettbewerbsprüfungen in US-Bundesstaaten und international, insbesondere in Europa, sind noch anhängig.