← Zurück zu Allgemein Allgemein

Stromzuschuss verfehlt Sparziele deutlich

10. April 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Der Bundeszuschuss zu Stromnetzentgelten entlastet Haushalte einer Studie zufolge mit durchschnittlich 56 statt versprochenen 100 Euro pro Jahr. Verbraucherschützer kritisieren, dass die Hilfe regional sehr unterschiedlich wirkt.

Die Bundesregierung hat beim Stromzuschuss zu optimistische Erwartungen geweckt. Ende 2025 versprach die schwarz-rote Koalition Haushalten mit durchschnittlichem Verbrauch eine jährliche Ersparnis von etwa 100 Euro. Der Verbraucherzentrale Bundesverband zeigt jetzt: In der Realität sparen Haushalte nur etwa die Hälfte ein – im Schnitt 56 Euro beziehungsweise 1,61 Cent pro Kilowattstunde.

Das Problem liegt in der Konstruktion des Zuschusses. Die Regierung gewährte ihn nur für die überregionalen Höchstspannungsleitungen. Haushalte bezahlen aber Netzentgelte auf allen Ebenen, auch für lokale Leitungen. Regionen mit vielen eigenen Kraftwerken und Solaranlagen brauchen weniger Strom aus dem überregionalen Netz – und profitieren daher kaum von der Subvention. In Rostock beträgt die Entlastung nur 18 Euro pro Jahr, in Mainz immerhin 109 Euro. Großindustrien, die direkt am Übertragungsnetz angeschlossen sind, profitieren deutlich stärker.

Verbraucherschützer fordern eine alternative Maßnahme: die Senkung der Stromsteuer auf das EU-Minimum. Das würde Haushalte gerechter und regional einheitlich entlasten – um etwa 68 Euro pro Jahr. Bislang hat die Regierung diese Steuersenkung nur für Industrie und Landwirtschaft umgesetzt.

H
Hitkanal.FM Main
Bereit zum Abspielen