Merz wirbt für Rückkehr syrischer Flüchtlinge
Bundeskanzler Merz hat sich beim Besuch des syrischen Präsidenten al-Scharaa in Berlin für die Rückführung hunderttausender Syrer ausgesprochen. Deutschland will beim Wiederaufbau unterstützen.
Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa hat sich erstmals zu Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin getroffen. Im Zentrum der Verhandlungen standen die Möglichkeiten für syrische Flüchtlinge, in ihre Heimat zurückzukehren, sowie der Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes.
Merz signalisierte großes deutsches Engagement: Deutschland wolle Syrien beim Aufbau unterstützen. Als konkrete Schritte kündigte er an, dass Bundesbehörden bald nach Damaskus reisen werden, um Hilfsprojekte zu konkretisieren. Auch zwei wichtige deutsche Organisationen – die Entwicklungsagentur GIZ und die Kreditanstalt KfW – sollen in der syrischen Hauptstadt Büros eröffnen.
Al-Scharaa betonte seinerseits das wirtschaftliche Potenzial eines Wiederaufbaus und warb für Investitionspartnerschaften mit europäischen Staaten. Allerdings warnte Merz vor zu großen Erwartungen: Der Wiederaufbau werde lange Zeit in Anspruch nehmen. Von den knapp einer Million Syrer in Deutschland könnte nach Merzens Einschätzung ein großer Teil mittelfristig in ihr Heimatland zurückkehren.