Bahn und Lokführergewerkschaft in Tarifverhandlungen – Streik vorerst unwahrscheinlich
Die Deutsche Bahn hat der Gewerkschaft GDL ein Lohnplus von sechs Prozent über 30 Monate angeboten. Gewerkschaftschef Reiß kritisiert die geringe Steigerung in diesem Jahr und signalisiert Bereitschaft zu Arbeitskämpfen.
In den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL zeichnet sich Bewegung ab. Die Bahn hat ein erstes Angebot auf den Tisch gelegt, das eine Lohnsteigerung von insgesamt sechs Prozent über einen Zeitraum von 30 Monaten vorsieht.
Allerdings stößt dieser Vorschlag bei der Gewerkschaft auf Kritik: Im laufenden Jahr würde die Erhöhung demnach nur 0,4 Prozent betragen. Das ist vielen Beschäftigten zu wenig. Gewerkschaftschef Claus Weselsky betont, dass unter seinen Mitgliedern große Ungeduld herrscht und sie konkrete Zusagen zu Streikmaßnahmen erwarten.
Weselsky erklärt, die GDL wolle einen Arbeitskampf zwar vermeiden, werde aber nicht leise nachgeben. Die Gewerkschaft bereitet im Hintergrund bereits mögliche Streikmaßnahmen vor. Trotz dieser harten Worte deuten die aktuellen Verhandlungen vorerst nicht auf unmittelbare Streiks hin.