Taipeh, Düsseldorf, München. Vom Nischenplayer zum Börsenschwergewicht: Der japanische Speicherchiphersteller Kioxia hat den Autokonzern Toyota am Mittwoch zeitweise als zweitwertvollste Firma an der Tokioter Börse abgelöst – ein Beleg dafür, wie die Halbleiterindustrie zur treibenden Kraft der Wirtschaft wird.
Kioxia ist kein Einzelfall. Die Branche hebt weltweit ab, und das nicht nur an der Börse. Der globale Umsatz werde dieses Jahr um 90 Prozent auf 1,5 Billionen Dollar zulegen, prognostiziert der Industrieverband World Semiconductor Trade Statistics. Wenn es tatsächlich so kommt, haben sich die Erlöse der Halbleiterhersteller innerhalb von drei Jahren verdreifacht. Für das kommende Jahr sagen die Experten ein weiteres Plus von 27 Prozent voraus.
Industrievertreter sind selbst verblüfft von dem rasanten Wachstum. „Das war vor ein paar Jahren noch undenkbar“, sagt Kevin Zhang, Vorstand von TSMC
Bislang allerdings waren die Halbleiter ein hochzyklisches Geschäft. Dem steilen Aufstieg folgte stets der tiefe Fall. Ändert die gewaltige Nachfrage nach Chips für die Künstliche Intelligenz (KI) nun alles?



