Norwegisches Gericht stärkt Whistleblower gegen Tesla
Der Oberste Gerichtshof Norwegens hat Teslas Berufung gegen den ehemaligen Mitarbeiter Lukasz Krupski abgelehnt. Es ist bereits die fünfte juristische Niederlage für den US-Autobauer im Fall.
Das norwegische Höchstgericht hat sich gegen den US-Autobauer Tesla und für den Whistleblower Lukasz Krupski ausgesprochen. Der Beschwerdeausschuss wies Teslas Einspruch am 27. März zurück – eine bedeutsame Entscheidung in einem Jahre andauernden Rechtsstreit.
Der ehemalige Servicetechniker Krupski hatte Zugang zu geheimen Unternehmensunterlagen bei Tesla. Darunter befanden sich Tausende Kundenreklamationen zum Autopiloten-System sowie unverschlüsselte Sozialversicherungsnummern von Mitarbeitern. Nachdem interne Meldungen bei Behörden keine Reaktion zeigten, kontaktierte er ab November 2022 das Handelsblatt und überließ der Redaktion über 100 Gigabyte an Dokumenten.
Tesla reagierte mit Gegenwehr: Der Konzern zeigte Krupski an und beschuldigte ihn der Datendiebstähle. Zentral in dem Verfahren war die Frage, ob Tesla Zugriff auf Speichermedien bekommen darf, die die norwegische Polizei 2023 bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt hatte. Diese enthalten mehr als 23.000 Dateien mit vertraulichen Informationen. Die Entscheidung des Obersten Gerichts ist nun die fünfte juristische Niederlage Teslas in dieser Angelegenheit.