Thailand und Kambodscha einigen sich auf Waffenruhe
Nach erneuten Gefechten an der Grenze haben sich die Verteidigungsminister beider Länder auf eine sofortige Waffenruhe geeinigt. Alle Arten von Angriffen sollen eingestellt werden.
Thailand und Kambodscha haben sich auf eine unmittelbare Waffenruhe verständigt. Dies gaben die Verteidigungsminister beider Länder in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Darin verpflichten sich beide Seiten, keine weiteren Truppenverstärkungen vorzunehmen, da diese die Spannungen zusätzlich verschärfen würden.
Die Vereinbarung umfasst sämtliche Waffengattungen und Angriffsmittel. Sie gilt für militärische Ziele sowie für zivile Objekte und Infrastruktur überall entlang der etwa 800 Kilometer langen Grenzlinie. Hintergrund sind jahrzehntelange Gebietsstreitigkeiten zwischen den Nachbarländern. In den vergangenen Wochen führten ernsthafte Kämpfe an mehreren Abschnitten der Grenze zu schweren Verlusten: Über 100 Menschen kamen ums Leben, darunter zahlreiche Zivilisten. Zudem wurden hunderttausende Menschen vertrieben.
Dies ist bereits der zweite Anlauf zur Stabilisierung der Lage. Im Oktober hatten sich beide Länder bereits auf den Rückzug schwerer Waffen und gemeinsame Minenräumung geeinigt. Seit Anfang Dezember kam es jedoch erneut zu Gefechten.