Rechtsextreme Band spielte unter Polizeikontrolle in Thüringen
Die Schweizer Neonazi-Band Amok trat in Südthüringen auf. Die Polizei war präsent, um auf verfassungsfeindliche Texte zu überprüfen. Die Veranstaltungen verliefen laut Behörden ohne Zwischenfälle.
In Südthüringen hat am Wochenende eine rechtsextreme Band aus der Schweiz konzertiert. Die Veranstaltungen wurden unter strengen Auflagen genehmigt, die das Verwaltungsgericht Meiningen festgelegt hat. Rund 40 Besucher aus verschiedenen Bundesländern nahmen daran teil und wurden bei der Anreise intensiv überprüft.
Besonderheit dieser Konzerte: Polizeibeamte standen während der Auftritte unmittelbar neben der Bühne und kontrollierten die gesungenen Texte auf volksverhetzende oder strafbare Inhalte. Nach Behördenangaben verliefen beide Veranstaltungen ohne größere Vorfälle. Der Veranstalter, ein bundesweit bekannter Rechtsextremist, musste diese Kontrollen dulden.
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) kündigte an, mit verschärften Auflagen gegen die Rechtsrockszene in der Region vorgehen zu wollen. Die Opposition fordert zudem härtere Maßnahmen wie Betretungsverbote oder Einreiseverbote gegen Akteure der Szene.