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Wölfin fischt clever aus Krabbenfalle

27. November 2025· Jonas Brinkmann

In Kanada haben Forscher beobachtet, wie eine Wölfin gezielt Futter aus einer Unterwasserfalle holt. Wissenschaftler diskutieren nun: Nutzt das Tier bewusst ein Werkzeug?

In British Columbia ist Forschern ein beeindruckendes Verhalten eines Wolfs aufgefallen. Die Wölfin hatte gelernt, an Fisch in Krabbenfallen zu gelangen – was zunächst für Rätsel sorgte, da Einheimische beschädigte Fallen entdeckten. Mit Hilfe von Überwachungskameras konnten die Wissenschaftler das Phänomen dokumentieren.

Das Video zeigt, wie das Tier eine Boje mit dem Maul ins Wasser zieht, am Ufer ablegt und dann an der Befestigungsleine zerrt. Dadurch zieht es die untergetauchte Falle Stück für Stück ans flache Ufer, bis es schließlich den Köder – ein Stück Hering – erreicht. Die Wölfin muss dabei verstanden haben, dass die sichtbare Boje über ein Seil mit der unsichtbaren Falle in der Tiefe verbunden ist.

Ob das Verhalten als bewusste Werkzeugnutzung zu bezeichnen ist, spaltet die Forschergemeinde. Einige Wissenschaftler argumentieren, dass die Wölfin ein externes Objekt zielgerichtet einsetzt – was der klassischen Definition von Werkzeuggebrauch entspräche. Andere vertreten die Ansicht, dass nur selbst hergestellte Werkzeuge zählen. Experte Kyle Artelle weist darauf hin: Menschen verwenden täglich Werkzeuge, die sie nicht selbst gebaut haben.

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