Grönland-Konflikt: Trump isoliert auch im eigenen Land
Präsident Trump beharrt auf der Übernahme Grönlands aus "strategischen Gründen" – doch die Mehrheit der Amerikaner lehnt seine Pläne deutlich ab. Umfragen zeigen wachsende Skepsis.
Donald Trump setzt seinen außenpolitischen Kurs fort und verlangt, dass die arktische Insel Grönland unter die Kontrolle der USA gelangt. Der Präsident begründet dies mit Sicherheitsbedenken gegenüber China und Russland. Sein Vorstoß hat bereits zu diplomatischen Spannungen mit Dänemark geführt und wirft sogar Fragen zur Stabilität der NATO auf.
Doch während Trump seine Ambitionen vorantreibt, zeigen Meinungsumfragen ein klares Bild: Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung unterstützt diese Pläne nicht. Nur 17 Prozent der US-Bürger befürworten Trumps Vorhaben, selbst unter Republikanern liegt die Zustimmung bei 40 Prozent. Ein Militäreinsatz zur Eroberung der Insel kommt für lediglich vier Prozent der Amerikaner in Frage – sogar bei Trumps eigenen Anhängern nur acht Prozent.
Auch der Gedanke eines Kaufs stößt auf Widerstände: 47 Prozent lehnen einen Kauf ab, 35 Prozent sind unentschieden. Experten führen die Ablehnung auch auf mögliche Kosten von bis zu 700 Milliarden Dollar zurück. Zudem wächst in der Bevölkerung die Besorgnis über Trumps insgesamt aggressiver werdende Außenpolitik.