Trump-Drogenoffensive: Experte warnt vor Risiken für Deutschland
US-Präsident Trump verschärft seinen Kampf gegen südamerikanische Drogenkartelle. Deutschlands Drogenbeauftragter warnt vor Ausweichrouten – und einer drohenden Krise im Inland.
Die USA intensivieren ihre militärischen Operationen gegen Drogenschmuggler im Pazifik. Bei jüngsten Angriffen auf verdächtige Boote kamen mehrere Menschen ums Leben. Ziel sind Netzwerke aus Venezuela und Kolumbien, die Kokain und andere harte Drogen nach Nordamerika und Europa bringen.
Doch die erwartete Folge könnte kontraproduktiv sein: Deutschlands Drogenbeauftragter Hendrik Streeck warnt davor, dass kriminelle Organisationen auf den verstärkten Druck reagieren könnten – durch neue Transportrouten, alternative Handelsplätze und potenziell noch gefährlichere Ersatzstoffe. Das Risiko für Deutschland steigt damit eher, als dass es sinkt.
Streeck beschreibt die Situation als angespannt: Kokain werde immer billiger und damit breiter zugänglich, konsumiert würden die Drogen von immer jüngeren Menschen. Die Zahl der Drogentodesfälle unter 30-Jährigen ist zuletzt um 14 Prozent gestiegen. Um schneller reagieren zu können, fordert der Beauftragte ein Frühwarnsystem, das neue Substanzen sofort an Rettungsdienste, Polizei und Suchthilfeeinrichtungen meldet.