Merz skeptisch: Gipfel zwischen Putin und Selenskyj rückt in weite Ferne
Bundeskanzler Merz hat sich nach einem Treffen mit Macron überzeugt gezeigt, dass ein direktes Treffen zwischen Putin und Selenskyj nicht zustande kommen wird. Trump kündigte ein Statement an.
Die Hoffnung auf schnelle Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine schwindet. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich am Donnerstag nach einem Gespräch mit Frankreichs Präsident Macron skeptisch zur Möglichkeit eines Gipfeltreffens zwischen dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und Kremlchef Putin. Dies widerspreche den Absprachen, die US-Präsident Trump in Washington mit beiden Seiten getroffen habe.
Aus dem Weißen Haus kam ebenfalls resignierte Signale. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, dass beide Kriegsparteien aktuell nicht willens seien, den Konflikt zu beenden. Trump wolle sich noch am selben Tag öffentlich dazu äußern.
Hintergrund ist eine unterschiedliche Interpretation von Trumps Telefonat mit Putin: Während der US-Präsident von einer Zusage für ein Treffen sprach, betont der Kreml nur eine grundsätzliche Bereitschaft zu Verhandlungen. Russland möchte ein solches Gipfeltreffen erst am Ende eines Friedensprozesses abhalten.
Dies zeigt sich auch in der militärischen Realität: Am Donnerstag bombardierte die russische Armee erneut Kiew und tötete nach Angaben des Innenministeriums 21 Menschen, darunter vier Kinder.