Türkei: Großer Wettskandal im Fußball – Dutzende Festnahmen
Im türkischen Fußball ist ein massiver Wettskandal aufgedeckt worden. Die Behörden haben bislang 35 von 46 gesuchten Personen festgenommen – darunter Spieler von Top-Clubs wie Fenerbahçe und Galatasaray.
Die türkische Justiz geht hart gegen Bestechung und illegale Wetten im Fußball vor. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Istanbul wurden bisher 35 Verdächtige verhaftet. Die Gesamtzahl der gesuchten Personen beläuft sich auf 46, darunter 29 Fußballprofis. Viele von ihnen sollen auf ihre eigenen Spiele gewettet haben – ein klarer Verstoß gegen die Sportethik und das Regelwerk.
Die Ermittlungen offenbaren das Ausmaß des Problems: Über 150 Schiedsrichter sollen aktiv gewettet haben, mit teilweise extremen Quoten. Ein Unparteiischer platzierte den Angaben zufolge mehr als 18.000 Wetten. Zudem ermittelten die Behörden gegen mindestens 1.024 Spieler, die ligaübergreifend Wetten auf Fußballspiele abgegeben haben. Ein großer Teil der Verdächtigen arbeitet in der türkischen Süper Lig, der höchsten Liga des Landes.
Die Ermittlungen begannen bereits im November und führten zunächst zur Verhaftung von sechs Schiedsrichtern sowie zum Präsidenten des Clubs Eyüpspor. Der türkische Fußballverband reagierte mit Suspensionen und signalisiert damit, die Affäre ernst zu nehmen. Dennoch zeigt der skandal tiefe Strukturprobleme im türkischen Fußball auf.