Türkei: Großeinsatz gegen IS-Verdächtige
Die türkische Polizei hat bei landesweiten Razzien gegen mutmaßliche Anhänger des Islamischen Staats 357 Personen festgenommen. Neun Verdächtige kamen dabei ums Leben.
Die türkischen Behörden haben kurz vor dem Jahreswechsel eine massive Sicherheitsoperation durchgeführt. Bei dem landesweiten Einsatz wurden 357 Verdächtige verhaftet, die der islamistischen Terrororganisation Islamischer Staat zugerechnet werden. Wie Innenminister Ali Yerlikaya erklärte, kam es bei den Operationen in 21 Provinzen zu neun Todesfällen unter den Verdächtigen.
Die Türkei hatte ihre Bekämpfungsmaßnahmen gegen mutmaßliche IS-Kämpfer im laufenden Jahr deutlich intensiviert. Dies ist vor dem Hintergrund der Vergangenheit verständlich: In den Jahren 2015 bis 2017 führte die Gruppe mehrere schwere Anschläge durch, darunter Attacken auf einen Nachtclub in Istanbul und den Flughafen der Metropole mit vielen Todesopfern.
Obwohl die Zahl der Anschläge in den folgenden Jahren stark abnahm, verfügt die Organisation in der Türkei weiterhin über Netzwerke und logistische Strukturen. Das Land gilt zudem als wichtiger Transitpunkt für Kämpfer, die zwischen dem Nahen Osten und Europa pendeln. Die Polizei führt daher regelmäßig Operationen durch, um diese Aktivitäten zu unterbinden.