Turin: Polizisten verletzt bei Demonstrationen gegen Räumung
Nach der Räumung eines besetzten Sozialzentrums in Turin ist es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Über 2000 Demonstranten protestierten, neun Polizisten wurden verletzt.
In Turins Innenstadt haben sich Proteste gegen die Räumung des Sozialzentrums Askatasuna zu gewaltsamen Zusammenstößen entwickelt. Nach Angaben italienischer Medienberichte erlitten neun Polizeibeamte Verletzungen bei den Auseinandersetzungen am Abend.
Mehr als 2000 Menschen waren auf die Straße gegangen, um gegen die Räumung des seit 1996 besetzten Gebäudes zu demonstrieren. Der Demozug begann friedlich, eskalierte aber, als er sich dem ehemaligen Sozialzentrum näherte. Demonstrierende setzten Müllcontainer in Brand, zündeten Feuerwerkskörper und warfen Ziegelsteine sowie Flaschen auf die Polizei. Die Einsatzkräfte reagierten mit Tränengas und Wasserwerfern.
Bürgermeister Stefano Lo Russo verurteilt die Gewaltausschreitungen, befürwortet aber das angestrebte Ziel, das Gebäude in städtisches Gemeineigentum umzuwandeln. Die Aktivisten des Askatasuna kündigen für die kommenden Wochen weitere Protestaktionen an.