Ukraine: Donald Trump veröffentlicht private Nachricht von Emmanuel Macron und Mark Rutte vor möglichem Treffen

Ukraine: Donald Trump veröffentlicht private Nachricht von Emmanuel Macron und Mark Rutte vor möglichem Treffen

US-Präsident Donald Trump hat persönliche Kurznachrichten von Emmanuel Macron und Mark Rutte auf seiner Onlineplattform öffentlich gemacht. Das Umfeld des französischen Präsidenten bestätigte die Echtheit der Macron-Nachricht. Darin bringt der französische Präsident sein Unverständnis über Trumps aggressives Vorgehen gegen Grönland zum Ausdruck: »Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen in Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust.«

In der Nachricht schlägt Macron Trump ein Treffen der G7-Staaten vor, an dem auch Russland teilnehmen könnte. Es solle im Anschluss an das Weltwirtschaftsforum in Davos am Donnerstag in Paris stattfinden. »Ich kann die Ukrainer, die Dänen, die Syrer und die Russen am Rand einladen«, schreibt Macron. Zum Abschluss lädt er Trump zum Abendessen in Paris ein.

Nato-Generalsekretär Rutte lobt in der von Trump veröffentlichten Kurznachricht den US-Präsidenten ausgiebig. »Herr Präsident, lieber Donald«, beginnt die Nachricht . »Was Sie in Syrien heute erreicht haben, ist unglaublich.« Er werde seine Auftritte in Davos nutzen, um Trumps Arbeit in Syrien, Gaza und der Ukraine hervorzuheben. »Ich bin fest entschlossen, in Sachen Grönland einen Weg nach vorn zu finden.« Und er schließt mit: »Ich kann es kaum erwarten, Sie zu sehen. Ihr Mark.«

Trump bedankt sich in seinem Posting für die Nachricht. Es wirkt so, als wolle sich der US-Präsident damit schmücken, wie lobhudelig der Nato-Generalsekretär sich ihm gegenüber verhält.

Trump schließt militärische Gewalt nicht aus

Am Samstag hatte Trump die Auseinandersetzung um Grönland nochmals angeheizt, indem er Strafzölle für Deutschland und weitere europäische Nato-Länder androhte, sollten sie der Übernahme Grönlands durch die USA nicht zustimmen. Zuvor hatte Trump immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf des Gebiets die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus.

Im Gegensatz zu Macron sprach Trump von einem multilateralen Treffen schon früher beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Er habe während eines »sehr guten« Telefonats mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte einem »Treffen der verschiedenen Parteien« in Davos zugestimmt, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.

Trump soll am Mittwoch eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum halten. Am Montag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesagt, er wolle am Rande der Konferenz mit dem US-Präsidenten sprechen. Merz bekräftigte zudem, die EU werde nötigenfalls Gegenmaßnahmen ergreifen.

Trump sagte seinerseits, er rechne nicht mit allzu großer Gegenwehr der Europäer gegen eine US-Übernahme Grönlands. »Ich glaube nicht, dass sie sich allzu sehr dagegen wehren werden«, sagte Trump in Florida und fügte mit Blick auf das arktische Inselgebiet an: »Wir brauchen es. Sie müssen das erledigen.«

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