Putin fordert ukrainischen Gebietsrückzug als Bedingung für Waffenruhe
Der russische Präsident verknüpft eine mögliche Waffenruhe mit dem Rückzug ukrainischer Truppen aus umstrittenen Regionen. US-Vermittler werden nächste Woche zu Gesprächen in Moskau erwartet.
Wladimir Putin hat bei einem Besuch in Kirgistans Hauptstadt Bischkek klare Bedingungen für eine Beendigung der Kampfhandlungen genannt. Der russische Präsident verlangt demnach, dass ukrainische Streitkräfte von ihnen kontrollierten Gebieten abziehen – ansonsten werde Russland militärische Mittel einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen. Dies würde faktisch einer Kapitulation der Ukraine gleichkommen.
Im Kern geht es um vier Regionen: Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja. Besonders Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine haben für Moskau Priorität, obwohl Russland diese Territorien nach eigenen Angaben nicht vollständig kontrolliert. Diese Forderung war auch Bestandteil eines ursprünglichen amerikanischen Friedensplans, wurde aber nach Kritik aus Kiew und von EU-Ländern überarbeitet.
Putin signalisierte gleichzeitig grundsätzliche Gesprächsbereitschaft über die von USA und Ukraine diskutierten Friedensvorschläge. In der kommenden Woche wird US-Sondergesandter Steve Witkoff zu Verhandlungen in Moskau erwartet. Allerdings lehnte Putin ab, mit der aktuellen ukrainischen Führung unter Präsident Selenskyj zu verhandeln, die er für illegitim erklärt.