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Dnipro unter Dauerbeschuss: Acht Tote bei russischen Angriffen

26. April 2026· Jonas Brinkmann

Die ukrainische Stadt Dnipro ist über 20 Stunden lang von russischen Raketen und Drohnen angegriffen worden. Mindestens acht Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Russland spricht von militärischen Zielen.

Die ostukrainische Stadt Dnipro hat in der Nacht zum Samstag einen massiven Bombardement erlebt. Über etwa 20 Stunden hinweg beschoss Russland die über hundert Kilometer von der Front entfernte Industriestadt mit Raketen und Drohnen. Nach Angaben von Bürgermeister Borys Filatow kamen mindestens acht Menschen ums Leben. Weitere 49 Personen wurden in der Stadt verletzt, zehn weitere in der umliegenden Region Dnipropetrowsk.

Die Angriffe zerstörten Wohnhäuser, Betriebe und Teile der Energieversorgung. Rettungskräfte suchten stundenlang in den Trümmern nach Opfern und Überlebenden. Das russische Verteidigungsministerium behauptet, es habe nur militärische Ziele getroffen – eine Darstellung, die Moskau regelmäßig für Angriffe auf Zivilisten nutzt. Dnipro wurde bereits mehrfach in den vergangenen Tagen angegriffen.

Russland hat seine Taktik offenbar geändert und führt nun durchgehende Angriffswellen durch, statt nur nachts zu bombardieren. Präsident Selenskyj forderte daraufhin strengere internationale Sanktionen und mehr Militärhilfe. Parallel dazu genehmigte die EU ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine und beschloss ein neues Sanktionspaket gegen Russland.

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