Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ölanlagen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss geraten seien ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga, berichtete die Internetzeitung »Ukrajinska Prawda«. Russische Behörden haben die Treffer teilweise bestätigt.
Vor allem in Saratow hatte die Attacke wohl schwere Folgen. Das ukrainische Militär teilte mit, es habe in der Nacht die dortige russische Ölraffinerie angegriffen, wodurch in der Anlage ein Großbrand ausgebrochen sei. Auf Aufnahmen, welche die Raffinerie zeigen sollen, sind mehrere Brände zu sehen und massive schwarze Rauchsäulen, die in den Himmel aufsteigen.
»Vorläufigen Informationen nach gibt es Schäden an Objekten der zivilen Infrastruktur«, schrieb der russische Gouverneur von Saratow, Roman Bussargin, auf Telegram. Details nannte er nicht.
Die Ölraffinerie in Saratow gehört zum russischen Staatskonzern Rosneft, der unter der Leitung von Igor Setschin steht, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin. Im Jahr 2024 verarbeitete die Raffinerie 5,8 Millionen Tonnen Öl, was 2,2 Prozent der gesamten Ölraffinerieleistung Russlands entspricht.
Der Gouverneur von Rostow, Juri Sljussar, bestätigte auf Telegram außerdem den Brand eines Öllagers bei Taganrog im Landkreis Matwejew-Kurgan. Die Löscharbeiten hielten an, schrieb er. Nach Angaben des russischen Militärs wurden in der Nacht mehr als 200 ukrainische Drohnen abgefangen.



