Ukraine: Gerangel um Waffenstillstand – „Zirkus“ oder echte Offerte?
Beerdigung gefallener Soldaten nahe Kiew: „Wir glauben, dass Menschenleben wichtiger sind als irgendeine Feier.“ Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Kiew. Vor der Moskauer Siegesparade zur Feier des Weltkriegsendes am 9. Mai liefern sich Russland und die Ukraine erbitterte Wortgefechte um einen Waffenstillstand. Erst verkündete das russische Verteidigungsministerium in den sozialen Medien einen Waffenstillstand für den Tag der Parade am Samstag.
Damit will Kremlchef Wladimir Putin offenbar sicherstellen, dass die Ukraine die Feierlichkeiten nicht mit Drohnenangriffen stört. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass die Parade dieses Jahr ohne schweres Militärgerät stattfinden soll – aus Sicherheitsgründen, wie es hieß.
„Es ist Zeit für die russische Führung, echte Schritte zur Beendigung des Krieges zu unternehmen, wenn das russische Verteidigungsministerium schon nicht glaubt, eine Parade in Moskau ohne den guten Willen der Ukraine abhalten zu können“, sagte Selenskyj. Die Ukraine werde ihre Angriffe einstellen, wenn Russland dies auch tue. „Wir glauben, dass Menschenleben wichtiger sind als irgendeine Feier“, sagte der Präsident.



