Putin sieht Ukraine-Krieg dem Ende entgegen – Berlin lehnt Schröder-Plan ab
Der russische Präsident Putin erwartet ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine und schlägt Altkanzler Schröder als Vermittler vor. Die Bundesregierung weist das Angebot als Scheinangebot zurück. Derweil halten Verstöße gegen eine US-vermittelte Waffenruhe an.
Russlands Präsident Wladimir Putin rechnet mit einem Ende des Ukraine-Konflikts. Nach der Militärparade zum Tag des Sieges teilte er mit, dass sich die Angelegenheit dem Ende zuneigte. Der Kreml erwartet zudem baldige Gespräche mit US-Vermittlern zur Kriegsbeendigung, darunter Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der Unterhändler Steve Witkoff.
Putin schlägt den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler zwischen Russland und der Europäischen Union vor. Berlin reagierte prompt ablehnend: Die Bundesregierung bezeichnete das Angebot als Teil einer Serie von Scheinangeboten und Russlands bekannter hybrider Strategie. Man lasse sich davon nicht spalten, hieß es aus Regierungskreisen.
Die von den USA vermittelte dreitägige Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew hält unterdessen nur auf dem Papier. Beide Seiten werfen sich gegenseitig massive Verstöße vor: Die Ukraine meldet Dutzende Gefechte und russische Drohnenangriffe auf Zivilisten, Russland beklagt ukrainische Artillerieanschläge. Experten sehen darin ein bekanntes Muster – bereits in der Vorwoche scheiterten Vermittlungsversuche an gegenseitigen Anschuldigungen.